E-Commerce Agentur spart durch die Integrationsplattform bis zu 80% Zeit

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In dem letzten Blogartikel verwies ich auf ein Interview mit Christoph Batik aus Keynet, unserem Partner und einer E-Commerce-Agentur, die eine Komplettlösung für Online-Shops auf der Basis von Shopware und Sphere.io anbietet. Ich wollte herausfinden, was macht der Einsatz einer iPaaS für den Integrationsbedarf einer E-Commerce-Agentur wirklich aus.

Keynet plant, entwickelt und optimiert unterschiedlichste Web-Projekte für den E-Commerce. Keynet ist letztes Jahr unser Partner geworden und seitdem nutzen sie unsere Konnektoren für die Integration der Sphere.io mit SAP ByDesign. Ich habe Christoph Batik zu den typischsten Use-Cases und dem Unterschied, den die Nutzung der Integrationsplattform zusammen mit den vorgefertigten Konnektoren macht, gefragt.

Herr Batik, erzählen Sie mir bitte über die typischsten Use-Cases, mit den Sie bei den E-Commerce-Integrationen im Allgemeinen und zwischen Sphere.io und SAP ByDesign insbesondere zu tun haben?

Bei einigen Use-Cases geht es nur um die Datenmigration von einem Warenwirtschaftssystem zu einem Online-Shop, bei anderen umgekehrt. Im ersten Fall, also von ERP zum Shop, sind Artikelimport, Lagerbestandsynchronisation, Bildersynchronisation und Bestellstatus-Aktualisierung die häufigsten Standardanforderungen. Das Letztere wird übrigens nicht von jedem Kunden benötigt. Manche wollen es gar nicht haben, andere versenden keinen Tracking-Link.

Was die Datenmigration von einem Online-Shop zu einem ERP-System angeht, sprechen wir hier meistens über den Import und Synchronisation von Bestellungen und Kundendaten.

Apropos, Synchronisation. Je nach dem Use-Case kann die benötigte Häufigkeit dafür sehr unterschiedlich sein. Die Kundendaten und Bestellungen müssen zum Beispiel alle 3-5 Minuten an das ERP-System geschickt werden; die Artikelsynchronisation kann einmal am Tag durchgeführt werden, am Besten in der Nacht. Bei der Lagerbestandsynchronisation geht es wiederum darauf an, was der Kunde braucht. Im Allgemeinen soll sie alle 30-60 Minuten passieren, während es einmal am Tag für einige Kunden völlig ausreichend ist.

Gilt das alles für jede Integration zwischen Online-Shop und ERP, oder ist etwas von dem obengenannten die Besonderheit der Integration zwischen Sphere.io E-Commerce-Lösung und SAP ByDesign?

Im Grunde genommen ist es egal, ob es Sphere.io oder Shopware, oder, sage ich mal, Magento ist, und das gleiche gilt für Warenwirtschaftssysteme. Es geht immer um Artikel, Lagerbestand, Kundendaten und so weiter. Es gibt sicherlich technische Unterschiede, aber die Standardanforderungen bleiben dieselben.

Die Marketing-Botschaft im Falle einer iPaaS ist, dass sie Zeit, Kosten und Entwicklungsaufwände spart, ganz egal um welchen iPaaS-Anbieter es geht. Ist das wirklich so aus Ihrer Sicht?

Es ist definitiv wahr, dass die vordefinierte Konnektoren, die eure iPaaS bereitstellt, Zeit und Kosten immense sparen. Wir haben jetzt zum Beispiel ein Projekt, bei dem wir einen Online-Shop zum SAP ByDesign, den der Kunde seit einiger Zeit bereits nutzt, anbinden müssen. Und wir müssen nichts selbst programmieren, sondern nur die Schnittstellen anbauen und schauen, wie es funktioniert.

Natürlich kostet es etwas extra Zeit und Aufwand, um an den Kunden den Use-Case anzupassen, falls er etwas Spezielles braucht, wie zum Beispiel der Einbau des Sonderfelds für Versandart.

Aber alles in allem ist es nicht vergleichbar damit, wenn man alles selbst macht müsste. Je nach der Komplexität, dauert es zwischen 10 und 30 Tagen, eine durchschnittliche Schnittstelle selber zu programmieren. Mit elastic.io ist es so, dass es am Anfang zwar etwas länger gedauert hat – wir mussten uns mit der iPaaS-Technologie und mit den Konnektoren ja vertraut machen -, aber jetzt brauchen wir 10-15 Stunden für die Anbindung. Mit dem ganzen Testing und dem Zeitpuffer kommt es insgesamt zu 30-40 Stunden.

Das heißt, statt 30 Tagen mit einem Projekt beschäftigt zu sein, kann mein Team die Dienstleistung in einem Tag liefern und sich direkt auf das nächste Projekt konzentrieren. Ja gut, das mag ja etwas übertrieben sein, aber es ist zum Schluss wie es ist. Du sparst Zeit an einer Stelle und kannst mehr Zeit an anderer Stelle hineinbringen – und dementsprechend mehr Projekte abdecken, deine eigenen Dienstleistungen verbessern und zum Schluss mehr Geld machen. Außerdem, dank Zeiteinsparung und Aufwandreduzierung hast du das Budget frei für neue Shop-Features, die du sonst vielleicht nie implementiert hättest.

Schließlich ist es auch viel leichter, ein Projekt zu gewinnen, wenn die Kosten für die ERP-Integration wesentlich niedriger ausfallen.

Über Keynet:
Keynet ist eine österreichische Internetagentur, die sich auf die Realisierung von individuellen und vor allem benutzerfreundlichen E-Commerce Lösungen spezialisiert hat. Seit 2003 vermittelt Keynet Kern-Kompetenzen Usability & Design, Technik sowie Marketing erfolgreich in zahlreichen Web-Projekten. Zu den Kunden von Keynet zählen B2C und B2B Unternehmen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.


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Olga Annenko is a tech enthusiast and marketing professional. She loves to write about data and application integration, API economy, cloud technology, and how all that can be combined to drive companies' digital transformation.


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